| Chronik der Stadt Quedlinburg von 1900 - 2000 n.Chr. |
1901 |
Der St. Benedikti Kirchturm brennt aus. Der Erweiterungsbau für das Rathaus wird begonnen. Das Stadtmuseum im Klopstockhaus wird eröffnet. |
| 1902 |
Das Elektrizitätswerk wird eröffnet. Erweiterung der Steinbrücke. |
| 1903 |
Einweihung der Realschule. Die Pestalozzischule für Schwachbegabte wird eingerichtet.
Ein Strassendurchbruch zur Kaiser Otto-Strasse wird hergestellt. Das Harzer Bergtheater wird gegründet. |
| 1904 |
Das GutsMuths-Denkmal wird eingeweiht. |
| 1906 |
Ein Strassendurchbruch zur Donndorfstrasse wird hergestellt. Der Zentralfriedhof im Badeborner Weg wird eröffnet. |
| 1907 |
Die Bosse Schule und das städtische Krankenhaus werden eröffnet. Eröffnung des Königlichen Lehrerseminars. |
| 1908 |
Die Eisenbahnlinie nach Blankenburg wir in Betrieb genommen. |
| 1909 |
Die Städtische Kanalisation wird in Betrieb genommen. Die neuerbaute Infanterie-Kaserne (Rambergsweg) wird eröffnet. |
| 1911 |
Wald Erholungsstätte für schwächliche Kinder wird auf der Altenburg eingeweiht. |
| 1912 |
Neubau des Städtischen Gas- und Elektrizitäts Werkes (Frachtstraße) sowie der Städtischen Friedhofskapelle. Der Zeppelin HANSA überfliegt Quedlinburg. |
| 1914 |
Der erste Weltkrieg beginnt. Ein Gefangenenlager auf dem Ritteranger wird eingerichtet. |
| 1917 |
Graf Hindenburg wird Ehrenbürger in Quedlinburg. |
| 1918 |
Das Infanterieregiment 165 kehrt dezimiert zurück, es wurde 1919 aufgelöst. Am 09. November erreicht Quedlinburg die Novemberrevolution. |
| 1919 |
Beginn des Städtischen Wohnungsbaues. Das Finanzamt und das Wohnungsamt werden eingerichtet. Der Städtische Milchhof wird in Betrieb genommen. |
| 1920 |
Eine Volkszählung findet statt: 28.190 Einwohner. Seit der letzten Zählung vor 25 Jahren sind es demnach 6219 Einwohner mehr. |
| 1921 |
Gründung der "Gebrüder Dippe Stiftung für Säuglinge und Wöchnerinnen". |
| 1922 |
Die Stadt feiert "1000 Jahre Quedlinburg". |
| 1923 |
Quedlinburg begeht den 200. Geburtstag von Klopstock |
| 1925 |
Quedlinburg wird von einem Hochwasser heimgesucht.
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| 1927 |
Quedlinburg erhält einen Flughafen (Flughafen "Ostharz") in Quarmbeck. |
| 1929 |
Das Schloss geht in den Besitz der Stadt über. Das Museum wird im Nordflügel des Schlosses eingerichtet. |
| 1930 |
Das Luftschiff Graf Zeppelin überfliegt Quedlinburg. |
| 1933 |
Am 31. Januar begann mit einem Fackelzug der NSDAP die Diktatur der Nazis auch in Quedlinburg. Am 04. März wird die Hakenkreuzfahne auf dem Rathaus gehisst, wurde aber auf Anordnung am gleichen Tag wieder eingeholt. Am 12. März gegen 21.00 Uhr zogen SA, SS und Hitlerjugend vor das Gewerkschaftshaus auf dem Klopstockweg (ehemals Klubhaus der Walzengiesserei) und besetzen es. Fahnen und Symbole der SPD wurden auf einem Scheiterhaufen verbrannt. |
| 1934 |
Am 31. Juli wird das Quedlinburger Tagesblatt eingestellt. Am 24. Oktober besucht der SS Brigadeführer Dr. Reischle, Chef des Rasseamtes Berlin, Quedlinburg zur Vorbereitung des 1000 Todestags Heinrich I.. |
| 1936 |
Erste Heinrichsfeier der SS zum 1000. Todestags König Heinrichs I. findet statt. |
| 1938 |
Himmler besucht Quedlinburg, eine zweite "Heinrichs-Feier" findet statt. Am 06. Februar wird der Superintendent zur Übergabe des Kirchenschlüssel gezwungen. Ostern findet der letzte Gottesdienst in der Stiftskirche statt. Die Stiftskirche wird zur SS Weihestätte umfunktioniert. Bis in die Kriegsjahre hinein fanden von nun an jährlich Heinrichsfeiern statt. |
| 1942 |
Teile des Domschatzes werden bei der Altenburg eingelagert. |
| 1945 |
Am 17. April rücken aus Richtung Halberstadt und Ditfurt amerikanische Panzer vor und nehmen die Stadt unter Beschuss. Am 18. April gegen Abend war die Süderstadt bis zur Bode besetzt. Am 19. April zwischen 07.00 und 09.00 Uhr morgens erfolgte die Besetzung der Innenstadt. Am 09. Juni verlassen die amerikanischen Truppen Quedlinburg, englische Kampfverbände rücken in die Stadt. Am 01. Juli besetzt die Rote Armee Quedlinburg.
Am 07. September erfolgte die Enteignung der Grossgrundbesitzer. Am 27. Oktober werden die Saatzuchtbetriebe Dippe, Mette, Schreiber und Sperling verstaatlicht. Quedlinburg übersteht den zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Zerstörung. |
| 1946 |
Die Schlosskirchtürme werden wieder hergestellt, jedoch nicht mehr in Ihrer ehemaligen Größe. Die Wahlen zum Volkskongress finden statt. |
| 1947 |
Gründung des Instituts für Pflanzenzüchtung |
| 1948 |
Am 01. Oktober wird am Schiffbleek die Poliklinik eingerichtet. Eine Wasserleitung wird auf den Münzenberg gelegt. Es wird festgestellt das die Gebeine Heinrichs eine Fälschung sind. |
| 1952 |
Der Kreis Quedlinburg wird dem Bezirk Halle zugeordnet. |
| 1953 |
Am 17. Juni wird auch in Quedlinburg die Arbeit niedergelegt. Demonstrationen durch die Strassen von Quedlinburg zum Markt. Am nächsten Tag erfolgt der Einsatz von sowjetischen Panzern. |
| 1954 |
Die Wiperti Kirche wird der katholischen Gemeinde überlassen. Die Restaurierungsarbeiten beginnen. |
| 1956 |
In der Billung Strasse wird die Kinderklinik eröffnet. |
| 1957 |
Die Wipertigruft wird restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
| 1959 |
Die Weihe der restaurierten Wiperti Kirche findet statt. Die Süderstadt wird bebaut. Leider in moderner 60er Jahre DDR Architektur. |
| 1960 |
Im April werden die ersten 72 Wohnungen übergeben. |
| 1964 |
Am 01. Februar wird in der Billung Strasse die Augenklinik eröffnet. |
| 1967 |
Die Westkrypta auf dem Burgberg wird ausgebaut. |
| 1969 |
Die Steinbrücke und die Bockstrasse werden Fussgängerzone. |
| 1974 |
Im November beginnen die Restaurierungen der Fachwerkhäuser mit Hilfe polnischer Restauratoren.Zuvor gab es Pläne die gesamte Innenstadt niederzureißen und durch "moderne sozialistische" Architektur zu ersetzen. |
| 1975 |
Die Bebauung der Süderstadt wird abgeschlossen. |
| 1976 |
Umgestaltung des Marktplatzes zur Fussgängerzone. Ein Fachwerkmuseum wird eröffnet. Quedlinburg wird zur Denkmalstadt erklärt. |
| 1981 |
Am Kleers werden die ersten Wohnungen bezogen. Diesmal in der "Plattenbau" Architektur der 70er Jahre. |
| 1986 |
Eröffnung der Lyonel-Feininger-Galerie. |
| 1989 |
Das Samuel-Evangeliar taucht in den USA auf. Der Herbst leitet die Wende ein. Am 09. November nehmen etwa 18.000 Menschen an Demonstrationen teil. |
| 1990 |
Umbenennung des Gymnasiums nach Carl Ritter. Quedlinburg gehört wieder zu Sachsen Anhalt. Es werden zahlreiche Strassen umbenannt. Der Ratskeller wird neu eröffnet. |
| 1991 |
Erster Kongreß für den Städtebaulichen Denkmalschutz in Quedlinburg. Erstes Quedlinburger Schützenfest nach 50 Jahren. |
| 1992 |
Der Quedlinburger Domschatz wird das erste mal in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. |
| 1993 |
Am 19. September kehrt der Domschatz nach Quedlinburg zurück. |
| 1994 |
Quedlinburg feiert das 1000 jährige Markt-, Münz- und Zollrechtes. Im April kommt es zu einem Hochwasser. Quedlinburg wird in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. |