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Quedlinburg - Weltkulturerbe


Danksagung
Unser besonderer Dank geht an Volker Knopf, der den Hauptteil der Chronik zusammengetragen hat.
Zeitlinie: 800 - 1000 - 1100 - 1200 - 1300 - 1400 - 1500 - 1600 - 1700 - 1800 - 1900 - 2000 n.Chr.
Chronik der Stadt Quedlinburg von 1900 - 2000 n.Chr.

1901

Der St. Benedikti Kirchturm brennt aus. Der Erweiterungsbau für das Rathaus wird begonnen. Das Stadtmuseum im Klopstockhaus wird eröffnet.
1902 Das Elektrizitätswerk wird eröffnet. Erweiterung der Steinbrücke.
1903 Einweihung der Realschule. Die Pestalozzischule für Schwachbegabte wird eingerichtet.
Ein Strassendurchbruch zur Kaiser Otto-Strasse wird hergestellt. Das Harzer Bergtheater wird gegründet.
1904 Das GutsMuths-Denkmal wird eingeweiht.
1906 Ein Strassendurchbruch zur Donndorfstrasse wird hergestellt. Der Zentralfriedhof im Badeborner Weg wird eröffnet.
1907 Die Bosse Schule und das städtische Krankenhaus werden eröffnet. Eröffnung des Königlichen Lehrerseminars.
1908 Die Eisenbahnlinie nach Blankenburg wir in Betrieb genommen.
1909 Die Städtische Kanalisation wird in Betrieb genommen. Die neuerbaute Infanterie-Kaserne (Rambergsweg) wird eröffnet.
1911 Wald Erholungsstätte für schwächliche Kinder wird auf der Altenburg eingeweiht.
1912 Neubau des Städtischen Gas- und Elektrizitäts Werkes (Frachtstraße) sowie der Städtischen Friedhofskapelle. Der Zeppelin „HANSA“ überfliegt Quedlinburg.
1914 Der erste Weltkrieg beginnt. Ein Gefangenenlager auf dem Ritteranger wird eingerichtet.
1917 Graf Hindenburg wird Ehrenbürger in Quedlinburg.
1918 Das Infanterieregiment 165 kehrt dezimiert zurück, es wurde 1919 aufgelöst. Am 09. November erreicht Quedlinburg die Novemberrevolution.
1919 Beginn des Städtischen Wohnungsbaues. Das Finanzamt und das Wohnungsamt werden eingerichtet. Der Städtische Milchhof wird in Betrieb genommen.
1920 Eine Volkszählung findet statt: 28.190 Einwohner. Seit der letzten Zählung vor 25 Jahren sind es demnach 6219 Einwohner mehr.
1921 Gründung der "Gebrüder Dippe Stiftung für Säuglinge und Wöchnerinnen".
1922 Die Stadt feiert "1000 Jahre Quedlinburg".
1923 Quedlinburg begeht den 200. Geburtstag von Klopstock
1925 Quedlinburg wird von einem Hochwasser heimgesucht.
1927 Quedlinburg erhält einen Flughafen (Flughafen "Ostharz") in Quarmbeck.
1929 Das Schloss geht in den Besitz der Stadt über. Das Museum wird im Nordflügel des Schlosses eingerichtet.
1930 Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ überfliegt Quedlinburg.
1933 Am 31. Januar begann mit einem Fackelzug der NSDAP die Diktatur der Nazis auch in Quedlinburg. Am 04. März wird die Hakenkreuzfahne auf dem Rathaus gehisst, wurde aber auf Anordnung am gleichen Tag wieder eingeholt. Am 12. März gegen 21.00 Uhr zogen SA, SS und Hitlerjugend vor das Gewerkschaftshaus auf dem Klopstockweg (ehemals Klubhaus der Walzengiesserei) und besetzen es. Fahnen und Symbole der SPD wurden auf einem Scheiterhaufen verbrannt.
1934 Am 31. Juli wird das Quedlinburger Tagesblatt eingestellt. Am 24. Oktober besucht der SS Brigadeführer Dr. Reischle, Chef des Rasseamtes Berlin, Quedlinburg zur Vorbereitung des 1000 Todestags Heinrich I..
1936 Erste „Heinrichsfeier“ der SS zum 1000. Todestags König Heinrichs I. findet statt.
1938 Himmler besucht Quedlinburg, eine zweite "Heinrichs-Feier" findet statt. Am 06. Februar wird der Superintendent zur Übergabe des Kirchenschlüssel gezwungen. Ostern findet der letzte Gottesdienst in der Stiftskirche statt. Die Stiftskirche wird zur SS Weihestätte umfunktioniert. Bis in die Kriegsjahre hinein fanden von nun an jährlich „Heinrichsfeiern“ statt.
1942 Teile des Domschatzes werden bei der Altenburg eingelagert.
1945 Am 17. April rücken aus Richtung Halberstadt und Ditfurt amerikanische Panzer vor und nehmen die Stadt unter Beschuss. Am 18. April gegen Abend war die Süderstadt bis zur Bode besetzt. Am 19. April zwischen 07.00 und 09.00 Uhr morgens erfolgte die Besetzung der Innenstadt. Am 09. Juni verlassen die amerikanischen Truppen Quedlinburg, englische Kampfverbände rücken in die Stadt. Am 01. Juli besetzt die Rote Armee Quedlinburg. Am 07. September erfolgte die Enteignung der Grossgrundbesitzer. Am 27. Oktober werden die Saatzuchtbetriebe Dippe, Mette, Schreiber und Sperling verstaatlicht. Quedlinburg übersteht den zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Zerstörung.
1946 Die Schlosskirchtürme werden wieder hergestellt, jedoch nicht mehr in Ihrer ehemaligen Größe. Die Wahlen zum Volkskongress finden statt.
1947 Gründung des Instituts für Pflanzenzüchtung
1948 Am 01. Oktober wird am Schiffbleek die Poliklinik eingerichtet. Eine Wasserleitung wird auf den Münzenberg gelegt. Es wird festgestellt das die Gebeine Heinrichs eine Fälschung sind.
1952 Der Kreis Quedlinburg wird dem Bezirk Halle zugeordnet.
1953 Am 17. Juni wird auch in Quedlinburg die Arbeit niedergelegt. Demonstrationen durch die Strassen von Quedlinburg zum Markt. Am nächsten Tag erfolgt der Einsatz von sowjetischen Panzern.
1954 Die Wiperti Kirche wird der katholischen Gemeinde überlassen. Die Restaurierungsarbeiten beginnen.
1956 In der Billung Strasse wird die Kinderklinik eröffnet.
1957 Die Wipertigruft wird restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1959 Die Weihe der restaurierten Wiperti Kirche findet statt. Die Süderstadt wird bebaut. Leider in moderner 60er Jahre DDR Architektur.
1960 Im April werden die ersten 72 Wohnungen übergeben.
1964 Am 01. Februar wird in der Billung Strasse die Augenklinik eröffnet.
1967 Die Westkrypta auf dem Burgberg wird ausgebaut.
1969 Die Steinbrücke und die Bockstrasse werden Fussgängerzone.
1974 Im November beginnen die Restaurierungen der Fachwerkhäuser mit Hilfe polnischer Restauratoren.Zuvor gab es Pläne die gesamte Innenstadt niederzureißen und durch "moderne sozialistische" Architektur zu ersetzen.
1975 Die Bebauung der Süderstadt wird abgeschlossen.
1976 Umgestaltung des Marktplatzes zur Fussgängerzone. Ein Fachwerkmuseum wird eröffnet. Quedlinburg wird zur Denkmalstadt erklärt.
1981 Am Kleers werden die ersten Wohnungen bezogen. Diesmal in der "Plattenbau" Architektur der 70er Jahre.
1986 Eröffnung der Lyonel-Feininger-Galerie.
1989 Das „Samuel-Evangeliar“ taucht in den USA auf. Der Herbst leitet die Wende ein. Am 09. November nehmen etwa 18.000 Menschen an Demonstrationen teil.
1990 Umbenennung des Gymnasiums nach Carl Ritter. Quedlinburg gehört wieder zu Sachsen Anhalt. Es werden zahlreiche Strassen umbenannt. Der Ratskeller wird neu eröffnet.
1991 Erster Kongreß für den Städtebaulichen Denkmalschutz in Quedlinburg. Erstes Quedlinburger Schützenfest nach 50 Jahren.
1992 Der Quedlinburger Domschatz wird das erste mal in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.
1993 Am 19. September kehrt der Domschatz nach Quedlinburg zurück.
1994 Quedlinburg feiert das 1000 jährige Markt-, Münz- und Zollrechtes. Im April kommt es zu einem Hochwasser. Quedlinburg wird in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
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