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» Nachrichtenarchiv « | zum 290. Geburtstag | Dorothea Christiane Erxleben | Dorothea Leporin war die Tochter des Arztes Christian Polykarp Leporin und der Pastorentochter Anna Sophia Leporin. Von Kind an wurde das begabte Mädchen von ihrem Vater in der Heilkunde unterwiesen. Er unterrichtete sie, nahm sie zu seinen Patienten mit und ließ sich mit der Zeit sogar von ihr in seiner Praxis vertreten. Dorothea durchlief dieselbe Ausbildung wie ihr Bruder und wie er strebt sie die Erlangung eines akademischen Grades an. Trotz ihres breiten medizinischen Wissens blieb ihr der Zugang zur Universität verwehrt.
Als sie anfing, zu praktizieren, wurde sie von den anderen Ärzten, weil sie keine formelle, universitäre Ausbildung zur Ärztin hatte, als Dilettantin verschrien. In der Schrift "Gründliche Untersuchung der Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studiren abhalten" wehrte sie sich 1740 gegen die Vorwürfe:
"Die Verachtung der Gelehrsamkeit zeigt sich besonders darin, dass das weibliche Geschlecht vom Studieren abgehalten wird. Wenn etwas dem größten Teil der Menschheit vorenthalten wird, weil es nicht allen Menschen nötig und nützlich ist, sondern vielen zum Nachteil gereichen könnte, verdient es keine Wertschätzung, da es nicht von allgemeinem Nutzen sein kann. So führt der Ausschluss vieler von der Gelehrsamkeit zu ihrer Verachtung. Dieses Unrecht ist ebensogroß wie dasjenige, das den Frauen widerfährt, die dieses herrlichen und kostbaren Gegenstandes beraubt werden."
Etwa zur gleichen Zeit wandte sie sich an Friedrich den Großen, der 1741 die Universität Halle anwies, Dorothea Leporin zur Promotion zuzulassen.
Da Dorothea inzwischen den verwitweten Diakon Johann Christian Erxleben (1697-1759) geheiratet hatte, nahm sie das königliche Privileg vorerst nicht in Anspruch. Sie erzog die fünf Kinder ihres Mannes und hatte mit ihm noch vier weitere, darunter den Mediziner und Zoologen Johann Christian Erxleben (1744-1777). Neben ihrer großen Familie praktizierte sie weiter. 1747 übernahm sie die Praxis ihres verstorbenen Vaters. Nachdem eine ihrer Patientinnen während der Behandlung gestorben war, wurde sie von anderen Ärzten wegen "medicinischer Pfuscherey" angezeigt. Darauf hin entschloss sich die nun 39jährige Dorothea, kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes, ihre Promotion nachzuholen. Im Januar 1754 reichte sie ihre Dissertation mit dem Titel "Academische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsicheren Heilung der Krankheiten" ein und am 6. Mai desselben Jahres trat sie in Halle zum Promotionsexamen an, das sie mit großem Erfolg ablegte.
Nach der Promotion führte sie ihr Leben wie bisher weiter: Sie kümmerte sich um die Kinder, führte den Haushalt und behandelte ihre Patientinnen und Patienten. In Quedlinburg blieb sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1762 die angesehene Frau Pastorin.
Nachspiel: Am 20. April 1899, also über 100 Jahre nach Erxlebens Tod, wurden Frauen im Deutschen Reich erstmals offiziell zu den Staatsprüfungen der Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie zugelassen. An den Universitäten von Preußen wurden Medizinstudentinnen erstmals im Wintersemester 1908/1909 zugelassen.
zuletzt geändert am 13.11.2005 | | | | Willi Neubert | zum 85. Geburtstag | Der 1920 in Brandau geborene Willi Neubert beginnt seine Karriere als Maschinenschlosser und arbeitet nach dem Krieg als Stahlarbeiter im Eisenhüttenwerk Thale. Zu dieser Zeit entdeckt er seine künstlerische Ader und beginnt zu malen. Erste Aufmerksamkeit erlangt er 1947, als er auf einer Laienausstellung in Thale seine Arbeiten präsentiert. Im Werk ist er fortan für die "Sichtwerbung" verantwortlich.
Seine Kollegen delegierten Willi Neubert zum Kunststudium auf die Burg Giebichenstein in der Nähe von Halle. Zurück im Eisenhüttenwerk Thale entwickelt er die Technik des Industrie-Emails. Hierbei wird farbiges Email auf Stahlplatten aufgetragen. Die so entstandenen Emailplatten werden zu großflächigen Werke zusammengesetzt.
Am 09.November feierte Willi Neubert seinen 85. Geburtstag. Das Hüttenmuseum Thale widmet Ihm eine Ausstellung „Der Maler von der Hütte - 85. Geburtstag Willi Neubert“. DIe Austellung können Sie noch bis zum 6. Januar 2006 besuchen.zuletzt geändert am 12.11.2005 | | | | 8. ProVinz-Kunsttage | in Quedlinburg | Seit dem die Quedlinburger Pro-Vinz Kunsttage 1998 zum ersten Mal vom "art quitilinga e.V." veranstaltet wurden, zeigen Galerien und Museen in Quedlinburg das Kunst in der Provinz nicht provinzell bedeuten muss.
Die Ausstellungen der Künstler verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet Quedlinburgs. Angefangen von der historischen Kirche St. Blasii über das Klopstockmuseum am Schlossberg bis hin zum "Weißen Engel" in der Alte-Topf-Straße. Die ProVinz Kunsttage verdeutlichen, dass sowohl Künstler als auch Kunstliebende noch zum heutigen Leben einer Stadt gehören.zuletzt geändert am 04.10.2005 | | | | Keine Ausgrenzung für Menschen mit Handicap | Stadtrundgang mit dem HFK | Der Harzer Förderkreis e.V. lud am Freitag, 23. September 2005 zu einem besonderen Stadtrundgang mit dem Stiftshauptmann Hans-Jürgen Meie, der wohl zu den bekanntesten Stadtführern Quedlinburgs zählt, ein. Ob und wie sich Stadtführungen auch für mobilitätseingeschränkte Menschen eignen, wollte Frau Bianka Kachel vom Harzer Förderkreis e.V. (HFK) bei diesem Rundgang kritisch betrachten.
Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, Treppenstufen und Steigungen wurden genauso unter die Lupe genommen, wie die Möglichkeiten zur Einbeziehung touristischer Ziele außerhalb der festgelegten Routen.
Dabei sollten Hinweise und Barrieren aus Sicht der mit einem Handicap versehenen Touristen und Bewohner in der historischen Innenstadt, zur Erarbeitung in einem Behindertenführer, erkannt werden.
Gerade bei diesen Menschen findet man eine große Reisefreudigkeit. Mit speziellen Angeboten und entsprechender Werbung, kann auch in Quedlinburg dieser Kundenkreis verstärkt angesprochen werden.
Seit kurzem bietet die QfW (Quedlinburger freie Wählergemeinschaft) eine barrierearme Internetseite an, um auch Quedlinburgern mit Behinderung die aktive Teilnahme am politischen Leben in Quedlinburg zu ermöglichen.
Links:
www.harzer-foerderkreis.de
www.stiftshauptmann.de
www.qfw.dezuletzt geändert am 23.09.2005 | | | |<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 > >| |
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